„Ich bin ein Gegner von Verzicht!“

Tina berichtet, wie man mit der richtigen Ernährung bei Lipödem abnehmen kann.

Wer Tina heute kennenlernt, lässt sich sofort von ihrer fröhlichen und lebensbejahenden Art anstecken. Die 34-Jährige hat immer ein Lächeln auf den Lippen und eine positive Ausstrahlung. Doch das war nicht immer so, vor allem in der Pubertät hat die quirlige Schwäbin mit massiven Gewichtsschwankungen und aufgrund einer Diabetes Typ 1 Erkrankung schon immer mit der richtigen Ernährung zu kämpfen. Unzählige Diäten wurden ausprobiert, Gewicht reduziert, dann kam der Jojo-Effekt, und Tina wog mehr als je zuvor – bis sie 110 Kilogramm auf die Waage brachte. Neben dem Übergewicht hatte Tina aber auch noch andere Beschwerden – schmerzende Beine und Arme, ständig blaue Flecken und eine knotige Unterhaut machten sich zunehmend bemerkbar. Doch dafür gab es in Tinas Augen eine logische Erklärung: ihr Hobby Reiten und die Arbeit mit ihrem Pferd. Zu dieser Zeit ahnt die blonde Powerfrau noch nicht, dass sie neben Diabetes noch eine weitere chronische Krankheit hat.

Es vergingen mehrere Jahre, ohne dass Tina weiß, was Ursache für ihre unförmigen Beine und Arme sind, bis sie 2015 mit einer Freundin ein Schwimmbad besuchte: „Mit deinen Beinen stimmt etwas nicht“, spricht die Freundin direkt aus, was sie denkt. Und weil sich die Freundin so sicher ist, nimmt sie Tina mit zu ihrem Phlebologen. Prompt erhielt sie dort eine Antwort: Lipödem Stadium II.

Tina Schwarz, #LipödemMutmacher, Lipödem-Coach und Ernährungsberaterin

„Mit deinen Beinen stimmt etwas nicht.“

Tina trägt Lastofa Forte in der Farbe Ozean.

Antworten auf ihre Fragen

Von ihrer Hausärztin wird Tina zur Reha an die Feldberg-Klinik geschickt. Dort diagnostizieren die Ärzte auch das Lipödem an den Armen. Endlich hatte sie Antworten für all die ungeklärten Fragen, die sich seit der Pubertät in ihr aufgestaut hatten. Und für Tina wird klar, dass sie es in der Hand hat, wie sie sich fühlt. „Als ich die Diagnose bekam, war für mich klar: Jetzt muss sich was ändern. Seit fast sechs Jahren habe ich nun Gewissheit und weiß, dass ich mit dieser Krankheit nicht einfach abnehmen kann aber ich habe versucht, das Beste draus zu machen.“

Tina stellte fest, dass sie aufgrund ihres Diabetes und der vielen Diäten eine Essstörung entwickelt hatte. Deshalb ging sie auf Ursachenforschung und machte sich ihr Verhalten ganz bewusst. Wann esse ich was und wie viel? Mit diesem Bewusstsein stellte Tina ihre Ernährung komplett um, aber dieses Mal so, dass es für sie sinnvoll und vor allem machbar war. Sie erkannte, dass es vor allem ein „emotionales Essen ist. Deshalb bin ich auch ein Gegner von Verboten oder Verzicht. Wenn ich Lust auf ein Stück Kuchen habe, dann gönne ich mir das auch.“

Und so fand Tina ihren optimalen Ernährungsweg: Vor allem Shakes und Bowls, die aus vielen Früchten und Eiweißpulver bestehen, gab es anfangs zum Frühstück. Zudem nahm sie geregelte Mahlzeiten ein – morgens, mittags, abends, dazwischen immer Pausen, damit der Körper Zeit hatte, das Essen zu verdauen. Und Tina stellte fest, es klappte. Vor allem die sportliche Betätigung, ein bis zwei Stunden am Tag, ließen die Pfunde purzeln. Und siehe da, das Abnehmen klappte auch trotz Lipödem. 35 Kilo nahm die Schwäbin in Summe ab.

 

„Wenn ich Lust auf ein Stück Kuchen habe, dann gönne ich mir das auch.“

Erfolgreiche Ernährungs- und Lipödem-Beraterin

Heute blickt sich Tina im Spiegel an und ist mit sich zufrieden. Ihre Erfahrungen und ihre Erlebnisse haben sie ermutigt, sich selbstständig zu machen: Sie ist Ernährungsberaterin und Lipödem-Coach. „Aufgrund der hohen Nachfrage und der Verzweiflung vieler Frauen, die mich immer wieder nach Mitteln und Wegen fragten und wissen wollten, wie ich das geschafft habe, habe ich mich dazu entschieden, die Ausbildung zur Ernährungsberaterin zu machen und agiere seither auch sehr erfolgreich als Coach für Frauen, die ebenfalls an Lipödem oder Lymphödem leiden.“

Eine spezielle App hilft Tina und ihren Klienten dabei, den Alltag zu strukturieren, Essgewohnheiten festzuhalten, zu analysieren und anzupassen und gemeinsame Sporteinheiten umzusetzen. Einzelsitzungen, Workouts und Webinare in der Gruppe gehören zum individuellen Beratungsprogramm. Und auch die Bausteine der konservativen Therapie spielen eine wichtige Rolle im Coaching: „Seit ich die Kompression trage, bin ich nahezu beschwerdefrei und ich kann mich bewegen, ich kann wieder Sport machen und ich weiß, wie sehr viele Frauen aufgrund des Lipödems eingeschränkt sind. Viele haben noch zusätzlich massives Übergewicht, wie ich das auch lange Zeit hatte, und hier möchte ich einfach zeigen, was wirklich machbar ist – ohne Operation, nur durch konsequente konservative Therapie! Sicher ist das nicht für jede Frau möglich, aber die Frauen, die ich bisher betreuen und begleiten durften, zeigen immer wieder, dass unglaublich viel machbar ist!
Dieses 1:1-Coaching ist sehr zeitintensiv, aber immer individuell auf die Betroffenen abgestimmt. So ist Tina rund um die Uhr für ihre Klientinnen da – per WhatsApp, Telefon oder Mail. Ein Coaching, dass zwar viel Kraft kostet, aber Tina auch unglaublich viel Kraft zurückgibt.

„Ich weiß, welche Herausforderungen uns tagtäglich begleiten und ich möchte so vielen Frauen, wie nur möglich zeigen, dass man auch mit dieser Krankheit ein glückliches und zufriedenes Leben führen kann. Ich möchte ihnen helfen, Gewicht zu reduzieren, die Schmerzen zu minimieren und ein neues Körpergefühl zu erhalten und all das, ohne dass sie auf alles verzichten oder sich täglich stundenlang mit Sport quälen zu müssen.“

 

Du willst mehr über Tina erfahren?

Auf ihrer Website schwarztina.de erfährst du alles rund um Tinas Erfolgsgeschichte und ihre Erfahrungen als Lipödem-Coach. Zudem teilt sie viele wertvolle Tipps und gibt Einblicke in ihren Alltag. Auch in den sozialen Netzwerken ist Tina sehr engagiert. Du findest sie beispielsweise auf Facebook, YouTube und Instagram. Auch eine eigene Gruppe auf Facebook hat Tina gegründet, in der sie ihr ganzes Wissen teilt.

Auch mit Shorts lässt sich Lastofa Forte sehr gut tragen.

 

 


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